Helmut Hoffmann

Prävention auf neuen Wegen
„Kunst und Medizin“
Dr. med. univ. Helmut Hoffmann

Mit dieser besonderen Form der Projektarbeit wird angestrebt. Kindern und jugendlichen bereits vom Vorschulalter anund dann während der Schulzeit hinreichende Kenntnisse ihrer Körper- und Sinnesfunktionen gleichermaßen spannend und altersgerecht zu vermitteln, um ihnen möglichst früh und dauerhaft die Bedeutung eines aktiven Gesundheitsschutzes nahezubringen.

Über praktische und emotional – kreative Aktionen will Prävention auf neuen Wegen „Kunst und Medizin“ das erworbene Wissen festigen. Es ist immer wieder erstaunlich zu erleben, mit wieviel Freude und Fantasie die Kinder und Jugendlichen ein erarbeitetes Thema künstlerisch interpretieren.

Die Ergebnisse spiegeln nahezu ausnahmslos auch das soziale wie kulturelle Umfeld und den Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen wieder und bieten darüber hinaus über Sprache, Bewegung, Musik, Medien, handwerkliches und bildnerisches gestalten, sowie über den Umgang mit Mengen und Zahlen interessante Ansätze zu ihrer weiteren Förderung.

Im experimentellen Teil sind die Kinder und Jugendlichen mit großem Interesse dabei. Hier werden ihnen im Rahmen medizinischer Untersuchungen – dem Alter natürlich angemessen – breitgefächerte Zusammenhänge zwischen Körperfunktionen, Verhalten und Gesundheit vermittelt. Durch die Gruppentätigkeit wird das soziale Verhalten aller Teilnehmer positiv beeinflußt. Sie erkennen grundsätzliche Gemeinsamkeiten (Anatomie und Körperfunktionen) und lernen Unterschiede (äußerer Habitus) zu tolerieren.

Eltern, Erzieher, Erzieherinnen, Lehrer und Lehrerinnen sowie andere Kooperationspartner tragen ihren Teil zur Gestaltung zum Erfolg des Projektes bei.

Die bisherige künstlerische Umsetzung des Präventionsgedankens war sehr erfolgreich. In den zurückliegenden Jahren entstanden zahlreiche ausdrucksstarke Kunstwerke. Ich nutze sie als Vorlage für die Anfertigung von Kunstkarten und Kalendern. Diese, wie auch die zahlreichen Ausstellungen der Arbeiten an unterschiedlichen Orten sind ein Beitrag zur Verbreitung des Präventionsgedankens bei Kindern und Erwachsenen.
(Kinder– und Jugendgesundheits-dienst, Amerika-Gedenk-Bibliothek, Berliner Stadtbibliothek, Virchow-Klinikum, Rathaus Reinickendorf, Humboldt-Krankenhaus, Stadthalle Weimar, Tierheim Berlin, Gemeinschaftspraxis Heerstraße Nord, Fontane-Haus im märkischen Viertel, Pyramide in Marzahn-Hellersdorf, Kongresshotel Templiner Hof in Potsdam, Robert-Koch-Institut, Audi-Max in der Universität Potsdam, HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Konzerthalle in Bad Orb, Bayer Schering, BayKomm Leverkusen, Vivantes HNO Klinik Friedrichshain, Gesundheitsamt Pankow).

Nach Abschluß des Projektes bekommen die Kinder und Jugendlichen ihre Kunstwerke zurück. Viele Eltern lassen die Bilder rahmen. Die Wirkung ist eine dreifache: Hohe Anerkennung für die Kinder und jugendlichen, Erinnerung an Gelerntes und Schmuck für die Wohnung. Zusätzlich bekommt jedes Kind und die Jugendlichen ein Beiheft und eine CD/DVD, auf denen die gesamten Arbeitsschritte auf Fotos und Videos festgehalten wurden. Die Nachhaltigkeit des Projektes ist so gewährleistet.